Donnerstag, 28. August 2008

Sarah Michelle Gellar — Vita

Sarah Michelle Gellar

Sarah Jessica Parker wird immer die Carrie sein. Ed O'Neill wird immer Al Bundy sein. Und Sarah Michelle Gellar wird immer Buffy, die Vampirjägerin sein. So respektabel der Weltruhm für eine herausragende Serienrolle ist, so schwer ist es, diese Rolle wieder abzulegen. Sarah Michelle Gellar steht kurz davor, diese Hürde zu nehmen. »Sie ist die perfekte Schauspielerin.« sagte Joss Whedon, geistiger Vater der Serie Buffy, über seine Hauptdarstellerin.

Die »Auserwählte« zu sein, scheint Sarah Michelle Gellars Lebensinhalt zu sein. Ihre Karriere begann im Alter von vier Jahren in einem Restaurant als ein Talentscout ihre Mutter ansprach. Wenig später drehte sie ihre ersten Werbespots für Burger King und befand sich am Set von »An Invasion of Privacy«, der ersten Serie ihrer Laufbahn.

Privat wuchs Sarah Michelle Gellar in einfachen Verhältnissen auf. Ihre Mutter zog sie allein in einem kleinen Appartement in New York City auf. Über die genauen Umstände ist kaum etwas herauszufinden. Später wird Sarah aber mit in etwa folgenden Worten zitiert:

»Um ein Auto zu fahren, muss man einen Führerschein machen. Aber jeder Idiot darf Vater werden.«

Was das über ihre Kindheit aussagt, kann sich vielleicht jeder selber denken. Nach ihren ersten Kindheitserfolgen ging es für Sarah Michelle Gellar kontinuierlich bergauf. Allerdings beschränkte sie sich vorerst auf das TV-Geschäft. Anfangs noch als Hostess in Talkshows, Werbedarstellerin und Wilhelmina-Model, bekam sie 1992 in »Swan’s Crossing« ihre erste Hauptrolle. Für ihre Leistung in der US-Soap »All my Children« folgte 1995 ein Emmy.

The Choosen One.

Dann kam 1996 das Casting, dass ihr Leben verändern sollte: Die Serie »Buffy €“ The Vampire Slayer« suchte Darsteller. Anfangs für die Rolle der Cordelia gedacht, überzeugte Sarah Michelle Gellar neben ihrem Witz und Talent mit Tae-Kwon-Do-Fähigkeiten und einem persönlichen Background, der wie maßgeschneidert zu »Buffy Ann Summers« passt. Ein Name, der ihr nun genauso wichtig werden sollte, wie ihr eigener. Der Pilot der Serie war der beste Start aller bisherigen Warner Brothers-Projekte. Neben den sieben Staffeln der Serie, für die sie Ihre dunkelbraunen Haare dauerhaft blond färbte, arbeitete sie weiter engagiert an ihrer Film-Karriere. Obwohl ihr schauspielerisches Können nicht im Geringsten zum erschrecken ist, waren ihre ersten großen Blockbuster im Horrorgenre. Sowohl in »Scream 2« als auch in »Ich weiß, was du letzten Sommer getan hast« waren drei Dinge augenscheinlich: Sarah Michelle Gellars wachsendes Potenzial, ihre Fähigkeit, auch als Nebenrolle perfekt zu brillieren und dass sie die schönsten Filmtode sterben kann. Vielleicht ein Grund, warum sie auch im Laufe der Buffy-Serie zwei Mal sterben und wieder auferstehen durfte.

Doch viele ihrer Fans fragten sich, wann der große Tag gekommen sei, sie in einer Hauptrolle sehen zu dürfen, die ihre Begabung nutzt und sie €“ ausnahmsweise €“ am Leben lässt. Nach Auftritten in »Small Soldiers« und »Eine wie keine« folgte die Liebeskomödie »Einfach unwiderstehlich«. Sarah spielt eine Köchin, die dank einer verzauberten Krabbe an magische Kräfte kommt und es so schafft, den Mann ihrer Träume zu erobern. Dünne Story, schwacher Film. Und die Fans zweifelten am langfristigen Erfolg Ihres Idols. Zu Unrecht:

Der Durchbruch

1999 war es soweit: Sarah Michelle Gellar spielt die intrigante Kathryn in »Cruel Intentions« (im deutschen »Eiskalte Engel«) €“ von nun an kam keiner mehr an der talentierten und smarten New Yorkerin vorbei. Sarah spielte all ihr Herzblut in diese Rolle: von Charme und Humor über wahre Boshaftigkeit bis hin zu starken Gefühlsdarstellungen zog sie alle Register. Als Tochter reicher Eltern der Upper Eastside dirigiert sie das Leben ihres Stiefbruders Sebastian und spielt mit ihren Mitmenschen wie mit Marionetten in einem Spiel aus Liebe, Sex, Hass und Eifersucht. Für viele jungen Menschen war dieser Film eine wahre Offenbarung €“ und Sarah Michelle Gellar die Göttin.

Mit einigem Abstand folgten wieder (mehr oder weniger ernst zu nehmende) Rückschritte in das Horrorgenre. War Sarah Michelle Gellar mit den beiden Comic-Verfilmungen zu »Scooby Doo« nur mäßig erfolgreich, so brachte ihr »The Grudge €“ Der Fluch« abermals erstklassige Kritiken. Auch zur Freude ihrer Produzenten: Der Horrorfilm über eine Krankenpflegerin, die bei der Arbeit in einem alten Haus über dessen Fluch erfährt, spielte in den USA 110 Millionen Dollar ein. Wer Sarah Michelle Gellar seitdem für seinen Cast haben will, zahlt Beträge im siebenstelligen Bereich. Zu Recht, finden wir.

Seit 2002 ist Sarah Michelle Gellar mit dem amerikanischen Teenie-Schwarm Freddie Prince, jr. verheiratet. Dass an den beiden der Erfolg nicht ganz spurlos vorbei gegangen ist, erzählt folgende Anekdote:

Als Sarah und Freddie ihr neues Haus, selbstverständlich ein majestätisches Grundstück mit kilometerlanger Auffahrt, bezogen, entschieden sie sich, jeden der raucht konsequent auszusperren. Egal ob Freunde oder Verwandte: Mit Zigaretten hatte von nun an keinen Zutritt mehr zu dem Gelände.

Macht uns aber nichts, solange wir ihr Talent und ihre Attraktivität weiter auf der Leinwand bewundern dürfen.

[sla]

Filmografie

Die wichtigsten Filme im Überblick:

2006

Southland Tales

2006

The Return

2006

A Girl’s Guide to Hunting and Fishing

2004

Scooby Doo 2: Die Monster sind los

2004

The Grudge – Der Fluch

2002

Scooby-Doo

2001

Harvard Man

1999

Einfach Unwiderstehlich

1998

Eiskalte Engel

1997

Ich weiß was Du letzten Sommer getan hast

1997

Scream 2

1997

Buffy – Im Bann der Dämonen [TV]

1989

Death Strip

 

TV-Auftritte

zur Zeit keine Sendungen.

Eltern & Geschwister

Mutter
Rosellen Gellar (Ausbilderin)

Vater
Arthur Gellar (Geschäftsmann)

Geschwister

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