Natalie Portman — Vita
»Vergesse ich dich, Jerusalem, so verdorre meine Rechte.« [Psalm 137-5]
Wem bis heute zu der Stadt Jerusalem nicht mehr eingefallen ist, als die Bibel und die Klagemauer, sollte jetzt ganz genau lesen. Denn für alle Freunde, von guten Filmen ist in der heiligen Stadt eine ganz besondere Madonnenfigur geboren:
Im Juni 1981 erblickte Natalie Hershlag das Licht der Welt. Als Tochter eines israelischen Arztes und einer jüdischen amerikanischen Mutter wuchs sie in gutem Hause auf. Im Alter von drei Jahren fand Dr. Avner Hershlag eine Stelle als Arzt in den U.S.A. €“ erst in Maryland, später noch in New Haven und New York. Natalie Portmans Karriere €“ sie übernahm den Mädchennamen ihrer Großmutter €“ begann mit elf Jahren in einer Pizzeria. Entdeckt von einem Revlon-Modelscout, wollte das kleine Mädchen lieber auf die Bühne als auf den Catwalk. Eine gute Entscheidung! Zuerst spielte sie in kleinen Musicals mit, unter anderen in »Ruthless« (1993), bis das Casting ihres Lebens kam.
Filmreif?
Luc Besson suchte für »Léon €“ Der Profi«, seinem neuen Film mit Jean Reno, ein junges Mädchen, dessen Familie im Film ermordet wird. Die Schauspielerin für die Rolle der Mathilda musste jung, aber intelligent sein, um eine erwachsene, verlebte Frau im Körper eines Kindes darzustellen.
Léon: »Du brauchst Zeit, um erwachsen zu werden.«
Mathilda: »Ich bin schon längst erwachsen €“ ich werde nur noch älter.«
Léon: »Bei mir ist es umgekehrt. Ich bin alt genug €¦ doch ich muss noch erwachsen werden.«
Unter tausend Mädchen aus aller Welt setzte Natalie sich durch. Bereits beim Casting konnte sie sich so in ihre Rolle versetzen, dass sie bei einem Dialog über den Tod ihres Film-Bruders anfing zu weinen. Und mit dieser Brillanz spielte Natalie Portman auch den Film, dessen Drehbuch auf Wunsch Ihrer Eltern extra angepasst wurde. Ein junges Mädchen, voller Hass und Rachsucht, überreif und verliebt in einen Profikiller. Einerseits konnte wohl kaum ein Mensch ihres Alters je eine solch anspruchsvolle Rolle mit Leben füllen. Andererseits wurde auch kaum eine junge Schauspielerin je so falsch interpretiert. Als Lolita stand sie da, schmuddelige Karikatur eines Kinderstars für die einen €“ faszinierende und aussichtsreiche Schauspielerin für die anderen. Sowohl ihre Abstammung und der Einfluss ihrer Familie, aber auch ihre zu dieser Zeit gesammelten Erfahrungen sollten ihre Karriere für die nächsten Jahre noch schwer beeinflussen.
Aus den Drehbüchern, die ihr von nun an reihenweise zu Füßen gelegt wurden, wählten sie und ihre Familie kritisch aus. Im nächsten großen Projekt €“ »Beautiful Girls« €“ mimte sie Marty, ein 13jähriges Mädchen, dass in einer Gruppe von Midlife-Crisis-geplagter Erwachsener die Reifste zu sein schien. Und auch ihr nächster Blockbuster sollte die typische Rolle der Natalie Portman fordern. In »Heat« war sie die Tochter von Al Pacino und überzeugte als selbstmörderische, frühpubertäre Göre. Doch das Schauspielern ließ sie altern. Schneller als sie selber wollte.
Bevor Sie 1996 für Woody Allens »Alle sagen: I love you« vor die Kamera ging, lehnte sie einige aussichtsreiche Angebote ab. Um ihr Image nicht zu überstrapazieren oder zu gefährden, lehnte sie »The Ice Storm«, »Romeo & Julia« und Stanley Kubricks Neuverfilmung von »Lolita« dankend ab.
Die Bretter, die die Welt bedeuten.
Erst für eine Nebenrolle in »Mars Attacks!«, einer zynischen Action-Komödie, lies sie sich gewinnen. Obwohl sie zu den wenigen überlebenden Charakteren gehörte, befriedigte sie der Film nicht:
»Oh Gott, ich war so schlecht in diesem Film. Aber ich lag so falsch, weil es in diesem Film soviel Improvisation gab und ich dies nicht tun konnte.«
Um wieder auf den Boden der Tatsachen zurück zu kommen, spielte sie Theater. Und das äußerst imposant: »Das Tagebuch der Anne Frank« (1999) war ein beeindruckendes Projekt mit dem sie ihr unfassbares Talent am Broadway unter Beweis stellte. Sie ging in diesem Stück förmlich auf. Zuschauer, Schauspieler und auch sie selbst weinten am Ende der Shows vor Rührung. Es sollte sie bis 2003 weiter fesseln.
Trotzdem war der Startschuss für eine der beeindruckensten Hollywood- Jungkarrieren gegeben. George Lucas, Meister des SciFi-Genres, kam Ende 1999 auf sie zu und gewann sie für ihre wohl bisher medienwirksamste Rolle: Natalie Portman bekam die Chance, ein wichtiger Teil der legendären »Star Wars«-Trilogie zu werden. Sie spielte die Königin Amidala in »Star Wars Episode I €“ Die dunkle Bedrohung«, die junge Thronfolgerin eines Planeten, der sich im Kampf gegen die dunklen Mächte aufbäumte. Warum nur Natalie diese Rolle spielen konnte? Weil wieder eine junge Frau gefragt war, die in frühen Jahren ihres Lebens eine Reife an den Tag legen musste, die andere in diesem Alter niemals haben. Vor dem zweiten Teil von »Star Wars«, war sie in »Überall, nur nicht hier« (sehr tränenreich!) und »Wo dein Herz schlägt« sowie in dem Theaterstück »Die Möwe« zu sehen. Erst 2002 spielte sie mit Ewan McGregor und Hayden Christensen in »Star Wars Episode II €“ Angriff der Klonkrieger«. Es folgten erfolgreiche Filme wie »Cold Mountain«, »Garden State« und »True«, ein Tom Twyker Kurzfilm. Wie man sieht, verlor sie neben einem Kommerzfilm wie »Star Wars« nie den Bezug zu anspruchsvollen Rollen.
Time for Gold.
2005 endete die Reihe mit »Star Wars Episode III €“ Die Rache der Sith«. Viel wichtiger in diesem Jahr war für Natalie-Fans »Hautnah«, ein hoch emotionaler Film für den sie endlich den Golden Globe bekam. Eine Motivation mehr, um für ihre Rollen alles zu geben €“ auch ihre Haare. Für die Comicverfilmung »V wie Vendetta« lies sie sich eine Glatze schneiden und stand vor der Kamera der Wachowski-Brüder (u. a. »Matrix«).
Man bedenke: Während ihrer gesamten, eindrucksvollen Laufbahn, blieb sie immer fleißige Schülerin und machte 2003 ihren Bachelor in Psychologie an der Harvard University. Auch ihr Bühneneinsatz für »Das Tagebuch der Anne Frank« bestand bis 2003. Sie beherrscht fünf Sprachen, darunter auch deutsch und japanisch. Natalie Portman ist ein Mensch, der nie seine Wurzeln vergisst und sich selber treu bleibt. Ein beeindruckendes Leben an der Seite einer ehrlichen Familie.
»Ich denke, dass ich das Beste von beiden Seiten des Lebens erfahre.«
Finden wir auch. Gratulation, Natalie Portman!
[sla]
Filmografie
Die wichtigsten Filme im Überblick:
| 2006 | V For Vendetta |
| 2005 | Hautnah |
| 2005 | Star Wars Episode 3 – Die Rache der Sith |
| 2005 | Free Zone |
| 2004 | Cold Mountain |
| 2004 | Garden State |
| 2002 | Star Wars Episode 2 – Angriff der Klonkrieger |
| 2002 | True (Paris, je t'aime) |
| 2000 | Überall, nur nicht hier |
| 2000 | Wo Dein Herz schlägt |
| 1999 | Star Wars Episode 1 – Die dunkle Bedrohung |
| 1997 | Alle sagen: I Love You! |
| 1997 | The Diary of Anne Frank [Theater] |
| 1996 | Beautiful Girls |
| 1996 | Mars Attacks! |
| 1995 | Léon, der Profi |
| 1995 | Developing |
| 1995 | Heat |
- Natalie Portman
- geboren am 09.06.1981 in Jerusalem (Israel). Sie ist heute 27 Jahre alt.
Beruf:
Schauspielerin
Kontaktadresse:
Natalie Portman
c/o Kelly Bush
I/D Public Relations
3859 Cardiff Avenue
Culver City, CA 90232 (USA)
- TV-Auftritte
zur Zeit keine Sendungen.
- Information
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Schauspieler sind oft bei Agenturen, welche sich um alle Angelegenheiten kümmern. Natalie sagte, sie lese und beantworte keine Fanpost und schicke auch keine Autogramme zurück. Gegen einen höflichen Brief kann man natürlich trotzdem nichts einwenden.
- Eltern & Geschwister
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Mutter
(jüdisch-amerikanisch)Vater
Dr. Avner Hershlag
(israelischer Arzt)Geschwister
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