Montag, 1. Dezember 2008

Barbara Dittus — Vita


Barbara Dittus (geboren am 11. Juli 1939 in Guben; † 25. Juni 2001 in Berlin) war eine deutsche Schauspielerin und Synchronsprecherin.

Leben

Barbara Dittus wirkte bereits als Jugendliche bei Sendungen des Kinderfunks in Schwerin mit. Nach ihrer Schulzeit (Abitur) besuchte sie von 1956 bis 1961 die Hochschule für Film und Fernsehen in Potsdam-Babelsberg. Es folgten Theaterauftritten an mehreren Bühnen der DDR, u. a. Stadttheater Greifswald, Halle und Deutsches Theater Berlin, wo sie sowohl klassische (u. a. die Marie in Woyzeck) als auch moderne Rollen (u. a. Peter Hacks' Omphale) spielte, bis sie 1968 von Helene Weigel zum Berliner Ensemble geholt wurde, dem sie bis 1993 angehörte. Auch danach war sie, als Gast, am BE beschäftigt.

Auch der Film wurde frühzeitig auf die junge Darstellerin aufmerksam, die vor allem durch ihre Verkörperung proletarischer Frauengestalten eine schauspielerische Vielschichtigkeit bewies. Ihren ersten großen Filmerfolg hatte sie mit Die Toten bleiben jung nach Anna Seghers. Es folgten über 100 Rollen in Film und Fernsehen, u. a. Geboren unter schwarzen Himmeln, Anton, der Zauberer, Einfach Blumen aufs Dach und Der Bruch. Auch nach der deutschen Wiedervereinigung war Barbara Dittus in vielen Fernsehproduktionen sowie zahlreichen Gastauftritten in Fernsehserien (u. a. Wolffs Revier, Liebling — Kreuzberg und Ein Fall für zwei) zu sehen.

Daneben arbeitete sie umfangreich im Hörfunk und der Synchronisation und lieh ihre Stimme u. a. Sophia Loren (Die Puppe des Gangsters, DEFA-Fassung), Stella Stevens (California Clan) und der Hexe (Jana Andresikowa) in der Jugendserie Die Rückkehr der Märchenbraut.

Am 25. Juni 2001 starb Barbara Dittus nach langer schwerer Krankheit im Alter von nur 61 Jahren in Berlin.

Ihre Tochter Susanne Lüning ist ebenfalls als Schauspielerin tätig. Mit ihr stand sie 1993 in dem TV-Film Molls Reisen gemeinsam vor der Kamera.

Filmografie

  • 1959: Verwirrung der Liebe
  • 1959: Die Entscheidung des Dr. Ahrendt
  • 1960: Ein Sommertag macht keine Liebe
  • 1960: Fünf Tage – Fünf Nächte (Pyat dney – pyat nochey)
  • 1962: Die schwarze Galeere
  • 1963: Die rote Kamille (TV)
  • 1964: Feuerwasser (TV)
  • 1965: Orpheus steigt herab (TV)
  • 1966: Maskenball (TV-Serie Blaulicht)
  • 1967: Ein Lord am Alexanderplatz
  • 1968: 12 Uhr mittags kommt der Boss
  • 1968: Die Toten bleiben jung
  • 1968: Mohr und die Raben von London
  • 1969: Jede Stunde Deines Lebens (TV-Dreiteiler)
  • 1970: Dornröschen
  • 1971: Die Schrottwaage (Serie Polizeiruf 110)
  • 1971: Der Dritte
  • 1972: Ein Engel reist ins Paradies (TV)
  • 1973: Die Kurve (TV)
  • 1974: Johannes Kepler (TV)
  • 1974: Solange der Wagen rollt (TV)
  • 1975: Clara Zetkin (TV)
  • 1976: Die Leiden des jungen Werthers
  • 1976: Herr Lamberthier (TV)
  • 1976: Tambari
  • 1977: Anton, der Zauberer
  • 1978: Sieben Sommersprossen
  • 1978: Meine Frau (TV)
  • 1979: Einfach Blumen aufs Dach
  • 1980: Unser kurzes Leben
  • 1981: Bürgschaft für ein Jahr
  • 1982: Der Tausch (TV)
  • 1983: Automärchen
  • 1983: Ärztinnen
  • 1983: Isabel auf der Treppe
  • 1984: Meine Frau Inge und meine Frau Schmidt
  • 1985: Besuch bei van Gogh
  • 1985: Das Buschgespenst (nach Karl May)
  • 1986: Wie die Alten sungen...
  • 1986: Stielke, Heinz, fünfzehn
  • 1986: Das Schulgespenst
  • 1986: ...und ich dachte, du magst mich
  • 1986: Treffpunkt — Flughafen
  • 1987: Die Alleinseglerin
  • 1988: Die Weihnachtsgans Auguste (nach Friedrich Wolf)
  • 1993: Molls Reisen
  • 1995: Das Versprechen
  • 1998: Am liebsten Marlene
  • 1998: In aller Freundschaft

Auszeichnungen

  • 1963: Erich Weinert-Medaille für Geboren unter schwarzen Himmeln im Kollektiv
  • 1970: Johannes-R.-Becher-Medaille in Bronze
  • 1976: Kunstpreis des FDGB für Auf der Suche nach Gatt im Kollektiv
  • 1980: Nebendarstellerpreis des Nationalen Spielfilmfestival der DDR in Karl-Marx-Stadt

 

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Basierend auf "Filmschauspieler" aus der freien Enzyklopädie Wikipedia unter der GNU-FDL. Liste der Autoren.[Stand 30.09.2007]

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