Freitag, 12. März 2010

Anna Paquin — Vita

Anna Paquin

Zu ihrem ersten Film, The Piano, gelange Anna Paquin ziemlich unverhofft. Doch so ist es eben oft in dieser Branche, über Nacht berühmt und bekannt zu werden ist nicht einfach. Anna Paquin hat diese Herausforderung gemeistert wie nicht viele Menschen es schaffen. Jane Campion, die Regisseurin des Films, war so angetan von Annas zierlicher und offener Art, dass sie ihr die Rolle der kleinen Flora gab. Damals war Anna neun Jahre alt, und zwei Jahre später erhielt sie den Oscar in der Kategorie "Best Supporting Actress". Mit ihren elf Jahren war Anna Paquin damals die zweitjüngste Oscargewinnerin, die es gegeben hat.

Erst drei Jahre später wagte sich Anna an ihren nächsten Film Jane Eyre. Im gleichen Jahr brachte sie in dem Film Fly Away Home (Amy und die Wildgänse) mit Hilfe eines Ultraleichtflugzeugs Wildgänsen das Fliegen bei. Dieser Film ist eine Perle in Annas Filmkarriere, und sie spielt ihn so unbekümmert und herzlich, dass man diesen Film nur aufgrund dieser Schauspielerin gerne öfters anschaut. Ihre Eltern Brian Paquin, Kanadier und ihre Mutter Marie Brophy aus Neuseeland ließen sich scheiden, während Anna in Kanada Amy und die Wildgänse filmte. Als Paquin vier Jahre alt war übersiedelte die Familie nach Neuseeland.

Nach einem ganz kurzen Gastspiel in Steven Spielberg's Drama Amistad war Anna 1997 im TV Film The Member of the Wedding zu sehen. Adaption Hurlyburly von David Rabe war 1998 der nächste große Schritt für Anna Paquin. Danach spielte sie in dem Drama A Walk on the Moon die Tochter einer vom Schicksal gebeutelten Mutter. Als Freddy Prince Jr.s kleine Schwester war sie 1999 in She's all that zu sehen. Eine Rolle der etwas anderen Art spielte Anna in All the Rage, wo sie ein freches Straßenkind spielte.

Die meisten Personen, die sich in Anna Paquin verguckt haben, werden es vermutlich in der Comicverfilmung X-Men getan haben, sofern sie nicht schon vorher von der Wildgänse-Anna angetan waren. Bryan Singer verhalf der nun achtzehnjährigen jungen Dame zu ihrer ersten Rolle in einem international erfolgreichen Kinofilm. Als die junge Mutantin Rogue spielte sie eine tragisch-romantische Figur, welche Menschen durch Berührung Lebensenergie entziehen kann. Dadurch wird eine Beziehung für das junge Mädchen jedoch zunächst unmöglich. In den Fortsetzungen X-Men 2 und X-Men 3 spielte sie ebenfalls mit.

Im Anschluss an eine kleine Rolle in Cameron Crowe's Almost Famous war sie in Finding Forrester zu sehen. Hier freundete sie sich mit dem talentierten Schreiberling Jamal an. Wenn Anna Paquin ihrer bisherigen Linie treu bleibt, dürfte ihr der Sprung vom Kinderstar zur erwachsenen Schauspielerin leicht fallen. Es wird sich zeigen, was die Zukunft für die einzige oscarprämierte Neuseeländerin so bringt. Ihr erster Schritt in diese Richtung ist der Film Margaret, Matt Damon und Mark Ruffalo werden in dem Drama gemeinsam mit ihr vor der Kamera stehen. Es geht um ein junges Mädchen aus New York, das bei dem Unfall eines Busses Augenzeugin war; nun hängen von ihren Aussagen die Schicksale vieler Menschen ab.

Mittlerweile spielte Anna Paquin auch sehr erfolgreich in den Theaterstücken »The Glory of Living« (New York, 2001) und »This Is Our Youth« (London, 2002). Anna ist eben ganz bei der Sache. Und die Sache macht ihr sichtlich Spaß.

Filmografie

Die wichtigsten Filme im Überblick:

2003

X-Men 2

2002

25 Stunden

2000

X-Men

1999

Eine wie keine

1999

A Walk on the Moon

1998

Hurlyburly

1996

Amy und die Wildgänse

1996

Amistad

1993

Das Piano

 

TV-Auftritte

zur Zeit keine Sendungen.

Eltern & Geschwister

Mutter
Marie Brophy (Englischlehrerin)

Vater
Brian Paquin (Physiker)

Geschwister
Katya (1980)
Andrew (1975)

Star-Tipp
Haley Osment
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